
Der aktuelle Monitoringbericht der E-Control nimmt die Jahre 2024 und 2025 genau unter die Lupe und kommt zu einem klaren Ergebnis: Das Stromsystem in Österreich war in beiden Jahren stabil. Weder Engpässe noch strukturelle Überlastungen haben die Versorgung von Haushalten und Wirtschaft gefährdet. Österreich verfügt über eine installierte Kraftwerksleistung von rund 34.000 Megawatt. Das liegt deutlich über der höchsten jemals gemessenen gleichzeitigen Stromnachfrage im Land. Mehr als die Hälfte der Stromerzeugung stammt aus Wasserkraft, ein wachsender Anteil aus Wind- und Solaranlagen. Zusätzlich stehen regelbare Kraftwerke bereit, die bei hoher Nachfrage, etwa an kalten Wintertagen oder in den Abendstunden, gezielt eingesetzt werden können. Prof. DI Dr. Alfons Haber, MBA, Vorstand der E-Control:
„Wir können in den nächsten Jahren und über einen längeren Zeitraum den Bedarf in Österreich decken, und wir sehen also, dass wir uns bilanziell zu 100 Prozent selbst mit erneuerbaren Energien versorgen können. Und das stärkt die nationale Versorgungssicherheit, aber auch die volkswirtschaftliche Betrachtung im Zusammenhang mit der Frage, woher der Strom kommt.“
Der Bericht macht deutlich, wie stark Witterung und Jahreszeiten die Strombilanz prägen. 2024 war ein sehr gutes Wasserjahr, 2025 dagegen ein ausgesprochen schwaches – minus 25 Prozent –, entsprechend deutlich schwankte die Erzeugung aus Wasserkraft. Auch der Verbrauch verändert sich im Jahresverlauf, im Winter liegt er höher als im Sommer. Österreich ist eng in den europäischen Strommarkt eingebunden. Je nach Lage wird Strom ein- oder ausgeführt. 2024 war Österreich Netto-Exporteur – rund neun Prozent der heimischen Stromerzeugung entsprachen unterm Strich dem Exportüberschuss...