
Der Umgang mit Geld beginnt heute deutlich früher als noch vor wenigen Jahren. Jugendliche treffen bereits im Alltag Entscheidungen über Online-Einkäufe, digitale Bezahldienste, Freizeitaktivitäten oder Mobilität. Gleichzeitig wächst die Zahl finanzieller Angebote im Internet, während neue Bezahlformen und digitale Geschäftsmodelle den Überblick erschweren. Der aktuelle YEP-Jugendbericht 2026 basiert auf den Erfahrungen von mehr als 1.800 Jugendlichen aus ganz Österreich. Besonders bemerkenswert: Die Studie wurde nicht nur über junge Menschen erstellt, sondern gemeinsam mit ihnen erarbeitet und präsentiert. Dahinter steht der Ansatz, dass Jugendliche die Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebensrealität sind und ihre Erfahrungen direkt in politische und gesellschaftliche Diskussionen einbringen sollen. Gerda Holzinger-Burstaller, CEO Erste Bank Oesterreich, über die wichtigste Erkenntnis der aktuellen Studie:
„Einen Punkt, den ich auch mitgenommen habe aus dieser Studie und aus dem Bericht, ist, dass wir vielleicht unterschätzt haben, mit wie vielen verschiedenen finanziellen Entscheidungen Jugendliche eigentlich schon sehr früh konfrontiert werden. Und dieser Moment rutscht immer weiter nach vorne. Es liegt an uns, dass wir hier strukturell all jene Dinge schaffen, die es braucht, dass wir in Zukunft in Österreich Generationen erleben, die wissen, wie Finanzen funktionieren, die wissen, wie Zusammenhänge funktionieren und die wissen, was es bedeutet, wenn wir wieder in der Zeitung lesen, die Inflationsrate ist wieder hinaufgegangen.“
Die Untersuchung zeigt noch weitere Herausforderungen. 45 Prozent der befragten Jugendlichen geben an, durch Geldthemen zumindest manchmal unter Stress zu stehen...